Dienstag, 17. Juli 2018

Granite Rider

Kurze ausführliche Zusammenfassung über die ganze Tour

Warum das?

Aus Interesse meldete ich mich bei der IG-Motorrad als Mitglied an.
Dann kam mal Post von denen mit viel Gespame (das ich ja bekanntlic hasse und gleich wegwerfe).
Aber ein Flyer war darunter, der mich dann irgendwie doch ansprach: Granite Rider. 1000km in 48 Stunden. Erster Gedanke:: Ja klar, warum nicht.
Also gleich bei GraniteRider registriert.

Vorbereitungen

Route mal als GPX-Track runtergeladen. Hab noch keinen gescheiten GPX-Viewer gefunden. Das kann ja nicht sein.Also Route mal auf Navi kopiert. Ein Dankeschön an dieser Stelle an M.K. vom Motocenter Seetal, der mir half, dass ich den Track dann auch importieren konnte...
Aber mit dem Track wurde ich schon mal nicht glücklich. Also Route im Navi geplant.
Einstiegsort war schnell mal klar: Altdorf. Von Zug aus sicher die beste Option.
Aber dann fings an: Wollte ja eigentlich in Versam im Hotel Rössli übernachten, aber irgendwie passte das dann nicht ins Gesamtkonzept. Die jeweils halbe Stunde pro Tag mehr war nicht das Thema. Aber ich kam so am ersten Tag eindeutig auf zu wenig Strecke, sodass der zweite Tag dann monströs gwordern wäre. Also mal schauen, wo denn so ungefähr die Mitte wäre: Im Tessin. Biasca. Und da war aber auch schnell klar: Nicht im Tessin: Grund 1 ist die Temperatur (33 Grad will ich nicht) und Grund 2 ist dann schon mal egal, weil Grund 1 bereits zieht.
Also muss die 1. Tagesroute sicher in höhere Gefielde gehen. Da blieb eigentlich nur noch Disentis übrig. Passt. Zwar etwas über der Hälfte der Gesamtroute, aber so gehts wohl.
Also dann 2 Tage vorher Hotelzimmer gebucht für 100.- inkl. Zmorge.

Abgeschweift, wollte ja noch was wegen dem Navi schreiben....
Die Route im Navi hab ich schön auf 2 Teilrouten verteilt. 1. Tag und 2. Tag.
Als Ziel der 1. Route hab ich das Hotel in Disentis eingegeben. Das Hotel sollte ich dann allerdings erst im zweiten Anlauf finden, da mich das Navi zuerst irgendwo durch einen schmalen Fussgängerweg lotsen wollte. Mal wieder.
Sämtliche anzufahrenden Orte/Pässe hab ich dann nicht als Zwischenziele, sondern nach einer Diskussion mit U.M. als Wegpunkte gesetzt. Das waren dann also:

Altdorf (Startort) - Klausenpass - Niederurnen - Wasserfluh - Appenzell - Schwägalp - Neu St. Johann - Flüelapass - Zernez - Julierpass - Thusis - San Bernardino Pass - Biasca - Lukmanierpass - Disentis

Das mit den Wegpunkten sollte sich aber noch rächen. Mehr dazu später.


1. Tag

Früh gings los. 19 Grad. Nach dem obligaten Stopp mit Proviant eindecken (Dextro Energeen, 3 Liter IceTea Migros, der hat viel Zucker, ein paar Not-Fress-Stengel) an der Chollermüli-Tankstelle nahm ich um 08:10 mal meinen gewählten Startort Altdorf ins Visier. Also ab auf die Autobahn bis Altdorf. Naja, besser gesagt bis Brunnen, dann die Axenstrasse (warum genau nochmal ist jetzt da schon wieder 60 Ende Autobahn und vor/in dem Tunnel? ...) bis Flüelen und dann noch schnell nach Altdorf. Beim Kreisel vor dem Linksabbiegen Richtung Klausenpass startete ich dann die Tracking-App, damit ich den Track dann am Schluss auch bei GraniteRider hochladen kann. Mein Navi trackt ja auch, aber eben... Auch das tut halt solala. Es macht zu viele Einzeltracks, und die muss man dann zusammenschneiden etc.
Keine sonderbaren Vorkommnisse, die Arbeitnehmer, die nicht in den Ferien waren, fuhren arbeiten, ein paar Touristen auf der Strasse, sonst OK. Sogar die Axenstrasse war normal befahrbar. Ausser halt wie immer in Sisikon mit dem doofen Blitzkasten, bei dem alle auf 30 abbremsen.

Also um 08:50 in Altdorf losgefahren. 20 Grad. Richtung Klausenpass. Bekanntermassen gehört dieser Pass ja nicht wirklich zu meinen Lieblingspässen. Das Gewelle im Urnerboden (da kommt mir immer F.I. in dern Sinn und natürlich "sein" Hit Urnerbodä Kafi), und der Umstand, dass man auf Glarnerseite halt nirgends hinkommt, ausser nach Norden die unendlichen 50-80-50-80-50-80-50-80-Dorf-ausserorts-Strecken. Landschaftlich ists da natürlich schön, aber fahr trotzdem nicht gerne dort durch.

Um 09:20 war ich dann aufm Klausenpass. 13 Grad. Weiss jetzt nicht mehr, ob ich zu der Zeit ankam, oder wieder losfuhr. Hatte min. eine Viertelstunde mit einem Österreicher-Pärchen verplappert. Sie hatte auch eine 1200 GS, da war das Thema ja schnell gefunden. OK, ich hab die beiden zuerst angeschnorrt. War mir halt danach.
Auf dem Klausenpass, Richtung UR
Wie bereits erwähnt, also danach das Glarnerland Richtung füren gefahren. Irgendwo dann mal rechts, dann wieder so, und wieder so. In dieser Gegend war ich ja jetzt aber wirklich noch gar nie. Darum fehlte mir auch total der Bezug. Wo bin ich? Wo ist der nächste Punkt? Niederurne. Hmm, bin ich jetzt da schon durch? Kommt das noch? Egal. Irgendwie weiter auf die Wasserfluh. Die Wasserfluh als Pass zu bezeichnen ist ja auch nicht so ganz korrekt. Ist mit knapp 850 müM ja nicht gerade hoch ... Gut, rauf und runter ginggs trotzdem. Auch hier wieder sehr schöne Landschaft.
Um 10:55 hab ich dann mal in (auf dem?) Ricken angehalten. Brauchte Pause, und hatte keine Ahnung, wenn denn nun diese Wasserfluh kommen sollte. Traubenzucker rein, IceTea reinleeren, weiter.

Dann plötzlich hatte ich wieder eine Ahnung, wo ich war. Nämlich vor Appenzell, weil ich mir das auf der Töff-Karte (also so eine Karte richtig zum auffalten wie früher gell) genau ansah, und eine schön kurvige Strecke via Haslen und Schlatt fand, die auf der Karte markiert war als Tour. Also hab ich das auch so eingegeben, damit ich diesen kurzen, aber hoffentlich lohnenden Umweg fahren kann. War eine schöne Gegend, und hat sich sicher gelohnt. Bei Bauernhöfen vorbei und so. Dann plötzlich ein Schild mit "Zubringer gestattet", welches ja meistens (immer?) neben einem Fahrverbot steht. Fahrverbot war da aber keins, also doch durchgefahren. Dann in Appenzell durch. Das mit den Wegpunkten im Navi ist auch nicht immer so, wie ich es mir vorstelle: Führte der mich doch wirklich durch die 30er Zone ins Zentrum. Dabei hätt ich eine Strasse weiter aussen rumfahren können. Aber zu dem Thema Wegpunkte/Zwischenziele dann später mehr dazu ...

Irgendwann dann nahmen die Kurven wieder zu, und es kam mir auch bekannt vor. Genau, das ist die Strecke, die ich mal mit U.M. in umgekehrter Richtung gefahren bin, also muss jetzt dann die Schwägalp kommen.
Um 12:10 war ich dann auf der Schwägalp angekommen. 20 Grad. Ein Früchte-Getreide-Riegel reingedrückt. Ist ja schliesslich Mittag, und obwohl ich dachte, ich käme mit Traubenzucker aus, muss halt doch mal was relativ Richtiges in den Magen.
Auf der Schwägalp, Richtung Säntis
 


Nach der Schwägalp dann runter, irgendwann links und wieder runter. Habs nicht mehr so exakt im Kopf, aber plötzlich ein wunderbares Panorama auf die Rehin-Ebene. Oder wie sagt man der? Dort, so das Ländle ist. Also nicht nur.Dann unten durch Buchs durch und einfach immer dem Navi nach. Hauptstrasse. Nicht Autobahhn. Weil ich die Autobahn ausschloss, kam ich auch noch kurz schnell ins Ländle. Kurz vor der Grenze erstmal noch ein Tankstopp. Das war um 13:10. 30 Grad heiss wars da. 16 Liter getankt. Gut.
Also dann kurz durchs Ländle. Dann aber gleich raus im Bündnerland. Dort furh ich irgendwie plötzlich in einer Kaserne oder sowas rum. War sicherlich irgendwas Militärisches da. Panzer fuhren überall durch und auch sonstige Militärkarren. War dann aber schnell wieder aus der Festung raus. Die Tore waren ja offen.
Dann halt das ganze Tal da durhinderen Richtung Davos. Rauf und rauf. Auch hier schöne Gegend, aber kannte ich ja schon. Bei Davos anfangs Dorf nach links Richtung Flüela. Gut, oben angekommen. 14:20, 17 Grad.

Bei der Abfahrt Richtung Susch (da kommt mir halt immer "und susch" in den Sinn...) - Zernez dann hat eben das Navi zu spinnen begonnen. Vorher war die Anzeige restliche Kilometer und Ankunftszeit immer in etwa gleich. Aber plötzlich kam "Route wird neu berechnet" und die restlichen Kilometer und Ankunftszeit stimmten einfach nicht mehr. Waren viel zu hoch. Wie als ob das Navi einen Wegpunkt von vorher nochmals anfahren würde. Kann man ja aber nicht anschauen, weil man da nicht die ganze Karte sieht. Und mit zoomen ists auch nicht gemacht. Routenplanung-App schliessen, die Route neu wählen, dann stimmts wieder. Aber nur für 15 Minuten lang. Das war wirklich ärgerlic.
Aber ich wusste ja, wo düren. Julier, Thusis. Dann wieterschauen.

15:45 Julierpass, 17 Grad. Das Kilma in den Bergen gefällt mir halt schon besonders gut.
Die Fahrt hinauf und hinunter war auch wunderbar schön,. OK, ich mässige mich jetzt mit den Wiederholungen, dass es landschaftlich schön ist. Es war überall schön.
Auf dem Julierpass, Richtung Süden
Auch auf dem Julierpass. Wer hat da das hässliche Ding hingestellt?
Also dann in Thusis unten angekommen und einfach mal auf die Autobahn Richtugn San Bernardino. Ja, die Kantonsstrasse wär vielleicht schöner, aber wollte mal wieder ein bisschen gruiien beim Fahren. Ich hatte ja als Zwischenziel noch Hinterrhein angegeben, da dort scheinbar der Verzweiger Autobahn/alte Passstrasse war. Anscheinden? Ja, in der Gegend war ich halt auch noch nie. Das finde ich ja auch mitunter das Spannende am Töff fahren. Du fährst in Gegenden, in denen du noch nie warst. Wer sagt, die Schweiz sei klein, hat keine Ahnung...
Furh dann aber doch nicht bis Hinterrhein, weil ich wieder mal keine Ahnung hatte, wie lange und überhaupt. Ging dann mal ab der Autobahn und schaute so im Navi, was jetzt so los ist. Hat ja eh immer wieder falsche Zeiten und Rest-km angezeigt das Teil.
Und da ich so langsam genervt war vom Navi, beschloss ich, einfach via Autobahn auf den San Bernardino zu fahren. Also wieder auf die Autobahn. Bisschen später dann 2 Schilder: eines blau mit "San Bernardino Pass" und eines grün mit "San Bernardino". Ich also den grünen gewählt. Uff, war da jetzt noch ein Tunnel-Zeichen drauf? Hmm. Naja, und schon bin ich im Tunnel. So langsam schnell dämmerts mir, dass ich so nicht auf den Pass komme. Hab dann auch überlegt, ob ich im Tunnel wenden soll, aber hab den Gedanken dann wieder verworfen. Nicht weils nicht gegangen wäre, es war kein Verkehr, aber weil die da wohl Kameras haben und eine solche Aktion wohl recht teuer würde. Also durch den Tunnel druch und am Südportal raus. Jetzt hab ich also einen Punkt der Route verpasst. Das geht natürlich nicht. Also schnell den San Bernardino von der Südseite rauf und runter geböred.
Richtung Passhöhe San Bernardino. Das Teil sieht wirklich unheimlich aus. Tunnel-Abluft. Dank an Tom I. für den Hinweis...
Wieder unten, wieder auf die Autobahn Richtung Bellinzona. Hatte schöne Kurven da, aber all die Bremser müssten ja nicht sein. Zum Glück kann man die überholen. Dann gemütlich die Kurven hinunter geschwungen bis kurz vor Bellinzona. Und es wurde immer heisser.... 33.5 Grad war das heisseste, was mein Thermometer anzeigte. Min. 8 Grad zu heiss für mich. Aber ich wusste: Es wird wieder besser kommen. Allerdings musste ich dafür noch das Tessin hinauf, dann bei Biasca noch nach rechts und dann gings auch noch eine Weile, bis der Lukmanierpass kam.
Der kam dann auch und zwar um 18:55. Angnehme 19 Grad. Niemand sonst da. Gut, unter der Woche und schon relativ spät. Ach ja. Hab ich die vielen Baustellen schon erwähnt? Gibt wirklich viele. Ich möchte schon wissen, wie viele Baustellen gar nicht notwendig sind, weil oft halt Strassen aufgerissen werden, die eigentlich noch gut im Schuss sind. Komm da nicht so draus. Mache glaub mal eine Mail-Anfrage an den Bund und alle kantonalen Bauämter....
Der letzte Pass von heute, Lucomagno.
Jetzt sinds noch 20km bis zum Tagesziel Hotel. Also los. Runter nach Disentis.
Die Strecke kenne ich ja auch schon recht gut.
Um 19:20 und nach 575km (ab Altdorf gezählt, total ab Zug warens 630km)kam ich endlich müde, aber zufrieden im Hotel an. Kurzes Checkin, etc. und dann mal im Zimmer ein Düschi reissen. Meine Erwartungen ans Zimmer waren ja spartanisch, ein Bett und ein Bad reicht mir. Aber dann: Das ist ja ein grandioses Zimmer! Grosses Zimmer, Doppelbett, Bad, TV, Minibar (die war schon bei Ankunft leer), Terrasse. Super.




Abendessen praktischerweise dann auch gleich im Restaurant des Hotels. War eine Pizzeria, aber es gab auch andere feine Gerichte. Hab mich dann aber doch für eine Pizza entscheiden: Mittwoch-Spezial für 20.- (grüner Salat, Pizza mit 3 wählbaren Zutaten, 1 Getränk). OK, bestellte dann halt noch eine zweite Stange, noch ein Dessert und ein Goretto Grappa. So kam ich auch auf 50.-. Den Coup konnte man selbst zusammenstellen. Das war ja mal wieder die Qual der Wahl. Wie immer, wenn man alles mag.
Coupe Wasi (eine Kugel Mocca fehlt hier noch...)

2. Tag

Am anderen Tag morgens um 7 Uhr Tagwache. Ist ja schon bisschen früh, aber möchte ja bei Zeiten los.Also schnell was Zmorgen gefuttert und dann um 08:00 gings los Richtung Oberalppass. Vorher in Sedrun noch tanken und Proviant aufmunizionieren. Also 3 Lier IceTea. Einen Fress-Stengel und Traubenzucker hab ich noch.
Sedrun morgens früh doch auch schon 18 Grad. Obs dann wohl auf dem Oberalp, aber vorallem Furka, dann so richtig frisch sein würde?

08:30 Oberalppass bei 13 Grad. Ja gut, das ist jetzt ja nicht so kalt. Obligates Passhöhen-Pöiseli und dann weiter. Andermatt durch, also aussen umen, nicht durch die kopfsteinbepflasterte enge Dorfstrasse. Hospenthal, Realp.
Oberalppass
In Realp dann noch eine kurze Schrecksekunde, als plötzlich von rechts zwischen den Häusern nicht so ganz langsam eine Motorhaube eines Autos hervorpreschte. Gut, hab ausweichen können, aber gopf, lueg doch e chli.
Furka rauf getigert und wieder Pöiseli. Das war um 09:05 bei 10 Grad. Da wars diesen Sommer auch schon kälter am Feierabend, gell M.W. NAch mir kamen noch 2 Briten auf dem Pass an, der eine mit einem Porsche, der andere mit einem irgendwas blauen Kombi. BMW? Weiss ned. Egal. Der eine sagte dann zum anderen, dass es hier oben schon recht frisch sei, 13 Grad. Musste den dann natürlich korrigieren und meinte, es sei 10 Grad, und das sei für auf der Furka sogar schon fast mild. Fragte mich der eine noch, woher ich denn sei, sagte Schwitzerländ. Der andere schaute aufs Nummernschild und meinte noch, ah, Ssug. Ich ja, richtig.
Vom Furkapass Richtung UR

Bisschen unterhalb des Furkapasses auf Walliser Seite Richtung Gletsch VS, Grimsel
Furka runter, bei Gletsch vorbei und weiter kurven Richtung Oberwald. Dann das ganze Goms hinunter. Dachte, da gäbe es eine Umfahrungsstrasse? Falsch gedacht. Musst immer noch durch die ganzen Dörfer. Gut, ist ja Wurscht. Also das Goms rauf/runter (war schon vor über 25 Jahren mit dem Velo so, gell P.G. und P.D.). Also mal bis nach Naters gefahren. Da war ich auch schon lange nicht mehr. Hat sich auch nicht wirklich viel verändert seit ich hier im letzten Leichtathletik-Trainingslager war. Auch das dürfte so ziemlich 20 Jahre her sein.

Dann weiter auf Autobahn Richtung Martigny. Ja, Autobahn wär ja gut gewesen. Sind die die noch am Bauen oder wie? Ständig wieder ab der Autobahn, dann wieder pfeiffengerade Kantonsstrasse, die mit 80 singlisiert war, aber niemand 80 fährt. Und die mit 2 Spuren noch sehr viel breiter ist, als in Luzern der Hirschengraben (das ist eine Strasse, kein Graben oder so), wo sie 5 Fahrspuren (inkl. Busspur) hinchlöpfen müssen. Also Überholen auf dieser breiten Strasse geht wie von selbst. Kannst einfach zwischen Mittellinie und Auto durchfahren und hast noch locker jeweils 1 Meter Platz.

Irgendwann dann ab der Welschengrenze war die Autobahn dann doch durchgehend. Also immer noch Richtung Martigny getuckert. Ein Schild kam, auf dem stand Martigny 25km, ich dachte mir, was, nur noch so weit, das geht ja zackic.
Bisschen nach Martigny dann auf eine Autobahnraststätte. Habs nicht geschnallt mit reinfahren. Landete in einer Einbahn. War 100 Mal ein Einbahnschild, aber wollte nicht mehr umdrehen, sonst wärs wieder auf die Autobahn gegangen. Tuckerte ich halt langsam durch die Einbahnen. Dann jetzt wo hinstellen bei dem Marché? Irgendwie keine Töff-Parkplätze? Also dorthin, wo bereits ein Töff stand, war einer aus Schweden. Dann in den Marché geloffen und siehe da: Aha, da wären also die Töff-Parkplätze gewesen und dann nicht wenige. Aber beschildert die Teile doch auch richtig. Mano.
Erleichtert und mit einem nicht wirklich guten Sandwich bewaffnet wieder zurück zum Töff und dann weiter Richtung Aigle.

Schöne Gegend hier. Viel Weingut. Kriegt man automatisch Lust auf ein Schlückchen. Naja, gab dann halt keines. Also bei Aigle durch und den Hang ufen auf den Col des Mosses. Da ich meinem Navi ja eben nicht mehr wirklich traute, schaute ich noch mehr auf die Strassenschilder. Col de Mosses war nirgends angegeben, dafür aber Les Mosses. Na gut, das wird ja wohl schon richtig sein.
Schade, dass da den Pass rauf so viel Verkehr herrschte, vorallem Militärkarren. Aber einer nach dem anderen überholen, dann bist auch mal der Vorderste und kannst die Kurven wie gewohnt röösten.
Also um 12:10 in Les Mosses oder auf dem Col des Mosses angekommen. 20 Grad auch schon wieder.

Dann vom Col des Mosses wieder Richtung Tal und ich wusste, dass es mal links Richtung Bulle gehen sollte. Navi zeigt noch richtig an. Ein paar Kurven später zeigt Navi plötzlich wieder eine andere Abzweigung an. Ja gopf nomol. Also mal wieder (während dem Fahren, ja das geht, wenn man in den langen Geraden 1 Sekunde aufs Navi schaut und wieder auf die Strasse...) aus dem Manu und Route neu gestartet. Nun wieder richtig mit Abzweiger.
Also dann bei dem Linksabbieger Richtung Bulle. Ja, und stellt euch vor. Auch da sehr schöne Strecke bis runter nach Bulle. Mal wieder. Danach wieder auf Richtung Jaunpass.
Navi schon wieder andere Dinge angezeigt. Aber dann auf dem Jaunpass hab ich alle restlichen Wegpunkte umgewandelt in Zwischenziele, die ich dann halt amigs bestätigen musste, aber waren ja nur noch Spiez, Sustenpass, Wasser, Altodrf. Da kenne ich mich ja eh aus.

Oder auch nicht.... Von Spiez Richtung Innertkirchen gefahren. Kennen den Ort gut, da geht die Route Sustenpass - Grimselpass durch, da bin ich schon das eine und andere Mal durchgekommen. Aber eben: Oh, gut, ich sehe das Ende des Sees. Insgeheim hoffte ich, dass da nirgens Interlaken stehen würde. Bäääh, falsch gedacht. Interlaken West, Inerlaken Ost. Heisst: Ich bin erst in der Mitte. Nochmals den anderen Tümpel entlang fahren. Zwar alles auf Autobahn, aber war eben auch meistens nur 80.

Dann endlich am Ende des Sees angekommen, aber dann gehts halt doch auch noch einen rechten Schub bis Innertkirchen. Auch eine schöne kurvige Strasse bergab, aber da natürlich auch wieder Passschleicher untersegs ...

Ah ja. In Interlaken nochmals Tankstopp, 17.3 Liter bei 356km.

In Innertkirchen angelangt, Richtugn Sustenpass hoch. Den kenne ich ja in- und auswendig. Ja. Denkste .... Die falchen PAssagen anfangs gingen ja noch, aber als die kurvigen Stellen kamen, wusste ich plötzlich nicht mehr recht, wie mir geschieht. Dachte ständig, ich würde den Grimsel rauffahren. Bin den Suten erst einmal von dieser Seite her gefahren, und dann erst noch ständig hinter 2 anderen Töffs her. Total unbekannt, obwohl ich die Strecke von der anderen Seite ja wirklich kenne. Krass.

Sustenpass. 420km, 16 Grad.

Dann noch den Susten runter nach Wassen, Kantonsstrasse nach Amsteg. Ja, man kann in Wassen auch auf die Autobahn, aber der ganze Scheiss da mit immer 80 geht mir auf den Senkel. Und von Wassen bis Amsteg noch ein bisschen auskurven ist auch immer toll. In Amsteg dann auf die Autobahn mal wieder bisschen entspannen: Tempomat rein, cruisen.

In Flüelen drab und Richtung Altdorf zu meinem Ausganspunkt.
16:05 in Altdorf. 469km.
Total 1045km in 2 Tagen (nur die Route). 4.7 Liter/100km auf die gesamt Reise.

Jetzt noch die Axenstrasse hinauf, dann auf Autobahn nach Hause.
Töff waschen mach ich dann am nächsten Tag, mag nichit mehr.

Kaputt, aber zufrieden, zu Hause angekommen.
Der Muskelkater kam dann auch noch. Und wie. Oder wo:
Hals, Nacken, Schultern, Oberarme, Handgelenke, Finger (ja, C.W., auch in den Fingern hat man Muskeln, im Fall...), Rücken, Oberschenkel (vorne und hinten)
Ja, das wärs dann so mit Muskelgespür. Noch sicherheitshalber eine Magnesium-Brause-Tablette mit Wasser gebraust, will ja keine Krämpfe noch nachträglich ....

FAZIT

Super Tour
Anstrengend wie Sau (gut, wenn man die Pässe normal fahren würde, wärs wohl weniger, aber ich kann halt nicht anders...)
Müde
Zufriedeen
Muss bei der nächsten Tour noch mehr Bilder machen...
Oder eben mal eine GoPro zu tun. Oder doch nicht. Sonst hocke ich nach einer Tour nicht nur 4 Stunden an einem Bericht, sondern auch noch 20 Stunden am Video schneiden und so ....

Also denn,

CU again.







Tag 2 
16:05 469km Altdorf 31° Beendet 
Total 1045km. 4.7lt/100km Jetz no hei.

15:16 420km Susten 16°

14:15 356km Tankstopp 17.3lt  Interlaken 29° Ankubft in 108km um 15:45

13:15 300km Jaunpass 20° Navi spinnt

12:10 238km Col de Mosses oder Les Mosses. Chome ned so druus. 20° Navi mum so eingestellt, dass ich eine Neuberechnung der Route amigs bestätigen muss. Sage immer Nein ... So klappts

11:15 193km Martinach 26° Ankunft in 276km um 15:30

10:10 110km Naters 25° Ankunft Altdorf in 360km um 15:15

09:05 53km Furka 11°

08:30 20km Oberalp 13° Geht noch mit Kälte. Ankunft Altdorf in 450km um 15:00 plzs Pausen. Das scheint zu stimmen.

08:15 8km Sedrun 18° Tankstopp 16.7lt Trinkflaschen aufmunizionieren.

08:00 0km los.

Was ich erst jetzt realisiere: Das kann aufm Oberalp und Furka ordali frisch werden, so früh in der Frühe... Zerscht aber mol zmörgelen.


Zusammenfassung Tag 1

So allgemeines Befinden:
Psychic: Müde, aber zufrieden
Physic: Die exponierten Stellen sind mässig spürbar. Nacken, Hände, Arsch. Die Gas-drück-Blatern/Hornhaut am kleinen Finger umenand sind wieder da.

Bis Altdorf zählt nicht, gehört nicht zur Route. Dann liefs wie geschmiert mit dem Navi. Ausser, dass meine geplante Extrarunde irgendo um Appenzöll rum durch ein "Zubringer gestattet" führte. War mir dann mal Wurscht. War ja auch kein Fahrverbot da. Glaubs ....
Dann eben so ab dem Flüelapass zickte das Navi rum du. Zuerst zeigte es noch richtig an. Das sah ich amigs daran, dass die Ankunftszeit plausibel war. Dann plötzlich de: Route wird neu berechnet. Warum? Bin ja nicht anders gefahren. Dann war die Ankunftszeit amigs um 21:00 oder 22:00. Das kann ned sein. Also dann vor dem San Berhardiner irgendwo einfach das Hotel als Ziel. Basta. Weiss ja wo düren: Bernardino Lukmanier. Schön wärs. In meiner allgemeinen Angeschissheit übers Navi, dachte ich mir, ich gehe nicht die Passstrasse auf den Bernardino, sondern Autobahn. Also dem grünen Schild gefolgt. Nicht dem blauen. Oh, war da ein Tunnel-Zeichen auf dem grünen Schild? Zu spät. War nicht nur dabei, sondern schon mittendrin. Hab 5 Mal überlegt, ob ich im Tunnel wenden soll. Aber die haben da wohl Kameras.... Also am Südportal raus aus dem Tunnel und den Bernardino schnell von Süden rauf und runter beissen.
Dann aber Autobahn Richtung Bellinzona und Biasca. Und das bei 32 bis 33.5° Wie plangte ich auf den Lucomagno. Der heisst auf Rumantsch Lucmagn. Scho gwösst?
Weiss öpper, was das komische Gebilde auf den San Bernardino rauf soll? Sieht unheimlich aus.
Jetz mal in der Hotel-Beiz was essen. Mittwoch-Hit Salat, Pizza mit 3 wählbaren Zutaten, 1 Getränk (ja, auch Stange) für 20 Stützn. Hoffe, die Pizza ist auch was.
Pizza war formidabelic. Fein guet.
Es gibt auch eine Bar. Mol luegen. Söscht underhalti halt de Barkeeper. Öb er wott oder ned 
Baustellen hats dann auch genug. Min. 20 Ampel-Baustellen gehabt. Was die alles aufrupfen. 70% davon wär kaum nötic.


Tag 1

19:20 575km Hotel. Grosszügiges Doppelzimmer mit Bad und Terrasse für 100 Höger. Tiptop. Jetz no öppis gogen haberen.

18:55 555km Lucomagno. 19° Ankunft Hotel in 20km und 20min.

17:25 445km San Berardino. Navi spinnt total. Fahre nach Wegweiser

15:45 346km Julier 17° Navi spinnt ... Ankunft in 190km um 18:45

14:20 282km Flüela 15° Ankunft in 252km um 18:20

13:10 212km Grenze CH/FL Tankstopp 16lt 30° voraussichtliche Ankunftszeit 18:20

12:10 160km Schwägalp 20°

10:55 94km Ricken 23°

09:20 22km Klausen 13°

08:50 0km Altdorf 20°

08:10 Zug los. 19°


Intro

Auf gehts. Zum Finisher beim Granite Rider :-)
1000 km in 48 Stunden.
Also Mittwoch los, Donnerstag wieder zu Hause.
Das mal wieder zumindest der Plan. Gut, das Hotel in Disentis ist bereits gebucht.


Route Tag 1:

(Zug -) Altdorf - Klausen - Niederurnen - Wasserfluh - Appenzöll - Schwägalp - Neu St. Johann - Flüela - Zernez - Julier - Thusis - San Bernardino (alte Passstrasse natürlich, nicht Autobahn) - Biasca - Lukmanier - Disentis.
Navi meint 581 km / 8:30 h (ab Altdorf*, die "Anreise" von Zug aus ist ja nicht Teil der Tour)

Route Tag 2:
 
Disentis - Oberalp - Andermatt - Furka - Aigle (Ja, da wohl Autobahn, das Wallis ist sonst ja gar weitläufic) - Col des Mosses - Bulle - Jaun - Spiez - Susten - Wassen - Altdorf (- Zug)
Navi meint 472 km / 6:50 h (auch da dann noch Altdorf - Zug dazu*)
* Dafür brauch ich ja kein Navi, weiss ja wodüren.
Je nach Lust/Laune/Zeit/Müdigkeit/Arsch mehr oder weniger Autobahn.
Auso denn, morgen startet der LIVE Ticker da gäu.

Freitag, 18. Mai 2018

Heimfahrt Tag 3

22:00 dehei. Und als erschts grad weder mol de FI dusse gsii. Hets mol chli fescht gseicht? ...

21:00 760km. Wieder schweizer Boden unter den Rädern. Navi meint, noch 80km oder 50min bis nach Hause. Mein Nacken ist verkrampft. Im Fau.

19:00 570km. Tankstopp. Mal eun Sandwich hinter die Kiemen.

17:30 450km. Raststätte. Pinkelpause. 19°C wolkenlos schön. Geht ja ....

16:30 380km. Planänderung. Autobahn nach Hause. Sind noch 460km.

15:00 280km. Tankstopp. Ja, muss ja auch sein.

14:15 230km. Und wieder dringender Pinkelstopp. Das muss am kalten Wetter liegen... Westlich von Kassel. Diesmal nicht mitten durch den Kuchen. 9°C und immer noch bewölkt garstig.

13:00 170km. Höxter. Immer noch gleich kalt und selbes Wetter. Aber ENDLICH KURVEN !!! Ein paar Hügel fahren können. Ähnluch wie Albis, Raten. Immerhin 😎🏍

11:45 90km. Dringende Pinkelpause. Südlich von Pattense. 11°C windig frisch.  Das Rumgekurve durch Hannover hat Zeit gekostet. Eine Option im Navi "Grossstädte umfahren" wäre noch gäbig...

10:45 60km. Immer noch 10°C bewölkt. Nördlich von Hannover. Navi hatte dann nach 50 Minuten berechnen und bereits 44km Fahrt die Route doch noch berechnet.... Ich wundere mich, warum google maps das in 2 Sekunden schafft ... Fuhr die 44km nach alter Schule. Gibt ja auch noch Strassenwegweiser.

09:30 Abfahrt Dorfmark. 10°C bewölkt. Ich lass das Navi noch rechnen. Dauert wohl noch einige Minuten ...

Donnerstag, 17. Mai 2018

Heimfahrt Tag 2

17:00 360km Dorfmark. Hotel Deutsches Haus 😎

360km
4.9 lt/100km

15:00 290km. So. Endlich aus Hamburg raus. War das ein Rumgekurve da. Brücken gesperrt.

14:15 260km. Hamburg... War da der Umfahrungsbeschilderung gefolgt und kam natürlich wieder an die Strassensperre... Also einfach mal raus aus dem Kuchen. Gut. Jetzt bin ich im noch viel grösseren Kuchen. Scheint wirklich voll durchs Zentrum Hamburg zu gehen.

13:15 230km anders gefahren weil Strassensperre. Navi rechnet die ganze Zeit neu. Manoo. Also mal halten. Gut, ich fahr jetz einfach nach Quickborn, dann dürfte die Sperrung umfahren sein. Zeit hab ich ja. Aktuell wäre ich um 15:30 in Dorfmark.

12:45 200km Bad Bremstedt. 14°C. Windig frisch. Regenjacke ist ein super Windschutz.

11:45 150km Südlich von Westerrönfeld. 14°C. Windig sonnig bewölkt.

10:45 80km Handewitt bei Flensburg. 15°C.

09:45 Abfahrt Rømø. 13°C. Windig.

Mittwoch, 16. Mai 2018

Heimfahrt Tag 1

Im Hotel Lakolk auf Rømø.
330km
4.9 lt/100km

16:15 Rømø. Der Wind am Morgen war ein laues Lüftchen... Hier hats Wind... 15km lang im Wind gelegen beim Fahren 😎 Jetz noch mit Nahrung aufmunizieren, dann mal schauen, was die Insel so hergibt.

15:15 260km in Jels an einem See

14:15 220km in Middelfart. 25.5 °C ....

13:00 140km gleich nach der Brücke "Grosser Belt". Hei, hat das gechuutet auf der Brücke. 7 Grad kälter wars auch plötzlich.....

11:45 60km in Hvalsø

10:45 Kopenhagen los.

Dienstag, 15. Mai 2018

Heimfahrt 4-Tagesplan

Alles ohne Autobahn

Tag 1: 320km Kopenhagen - Rømø DK
Tag 2: 360km Rømø - Dorfmark DE
Tag 3: 420km Dorfmark - irgendwo in DE
Tag 4: 420km irgendwo in DE - Zug

Freitag, 11. Mai 2018

Öland zurück nach Kopenhagen

14:00 360km Malmö. Noch über die Brücke.

13:00 300km vor Ystad. Mal schauen, ob ich abkürze. Hat mich gerade bizzeli verseicht. Bei 14 °C.... Merke: Nimm Regenschutz auch mit bei strahlendem Sonnenschein und 25 °C.

12:00 220km Kristianstad. Die tief fliegenden Vögel sind krass. Schon 2mal fast einen erwischt. Schöne Gegend hier. Fast bisschen schweizerisch: Seen und Hügel. Viele Rapsfelder.

10:15 110km Rävemåla. Es tröpfelt schon wieder. Ein Reh ist 100m vor mir über die Strasse gesprungen. Schöne Waldstrassen. Wenig Verkehr.

9:00 los

Es sieht regnerisch aus. Mal schauen...

Donnerstag, 10. Mai 2018

2 Tagestour Öland Schweden

So. Im Hotel Kajutan in Mörbylånga gelandet. Ein 6-Bett-Zimmer für mich alleine für 80.- mit Zmorge. Die Sonne tut auch noch scheinen. Uff. Essenskarte da nur auf schwedisch. Na gut. Schnitzel ist Schnitzel 😂

17:00 380km Öland 😎

16:00 310km Tankstopp in Emmaboda

15:30 290km Zwangspause. 5km Schotterpiste. Und es hört noch nicht auf....

14:45 250km in Urshult. Schöne Strassen gefunden. 🏍😀

13:45 180km

12:30 100km Endlich tut das Navi wie ich will... Und schon wieder unbefestigte Strasse. 65km/h und den Töff einfach machen lassen 😎🏍

11:45 55km irgendwo in Schweden. Die Brücke nach Schweden hätte gekostet. Aber die Barriere war futsch, also wars gratis. Navi anders einstellen: kuvenreiche Strassen führt rächt im Gaggo umen und es dauert...

10:45 los

Es geht Richtung Öland. Das ist die lustige lange Insel im Südosten Schwedens.

Dienstag, 8. Mai 2018

Kopenhagen

Wir sind nun also bereits ein paar Tage in Kopenhagen. Da liegt es nahe, ein paar Dinge aus meiner Sicht zu berichten.

Velo
Es hat viele Velos in der Stadt. Wirklich viele. Jeder fährt Velo. 80% ohne Helm und die mit Helm oft mit einem Skaterhelm.

Verkehr
Ja. Das ist halt das, was mich hier fast am Meisten intressiert 😎
An Kreuzungen haben meistens die eine Achse grün oder die andere. Also entweder Nord-Süd grün oder dann West-Ost grün. Wer abbiegen will, muss halt schauen. Links abbiegen geht ja noch. Da muss man nur den Gegenverkehr beachten. Aber rechts abbiegen du ...  Es gibt ja nicht nur die Strasse und das Trottoir. Dazwischen ist meistens noch ein weiteres Trottoir nur für Velos. Darum auch die vielen Velos. Oder wie war das nochmal mit dem Huhn und dem Ei? Auf jeden Fall musst du beim rechts abbiegen natürlich auf die vielen Velos achten, und wenn dann mal fahren könntest, sind ja auch noch die Fussgänger.

Leute
Gibts auch viele hier. Die Eingeborenen sind freundlich. Die Touristen halt manchmal wie sie sind. Obdachlose hats auch, aber ist halt eine Grossstadt.

Öffnungszeiten
Ein Paradies. Bis 22 Uhr hat das Meiste offen. 7 Tage versteht sich. Also einkaufen kannst immer. Essen und Trinken auch. Und ja: es gibt auch warme Küche von 14 - 17 Uhr.

Ausgang
Auch gut. Alles offen. Gut, wir haben das Hotel auch zmittst im Kuchen drin. Ist auch sehr sicher. Keine unheimlichen Gestalten.

Sehenswürdigkeiten
Ja. Die gibts auch. Wachablösung beim Palast. Bisschen Rumgestehe schauen. Fertig. Dann die bekannte Meeresjungfraustatue. Naja. Viele Touris, aber sorry. Wegen dem mickrigen Ding so ein Geschiss? 😂

Montag, 7. Mai 2018

Tagestour Dänemark

So. Für den errsten spielfreien Tag steht also eine kleine Töfftour an. Das ganze Geplane erwies sich als nicht so heinfach, da das Navi eben doch nicht so super cool ist, und aus der super App aufm Handy kann man die Route danach nicht exportieren.
Also einfach auf der Karte geschaut, wos so hingehen soll und dann diese Orte einfach mal eingegeben und Option kurvenreiche Strassen gewählt. Da gibts bekannterweise ja auch so seine Tücken, weil der dann jede einzelne Kurve super findet und einfach mal so via einem Hof drüber geht. Naja, wir sehens ja dann.
Erstes Ziel also mal eingegeben: südlich von Kopenhagen: Hojerup. An der Küste entlang. Zuerst aber alles gerade aus und unzählige Kilometer in 50er Zone. Dann war noch ein Löli vor mir. Also einer mit einem Fahrlehrer. Ich hab nicht rausgefunden, was es bringt, in der Fahrschule nur gerade aus zu fahren, und alle Kilometer durch einen Kreisel zu zirkeln. Hab noch nie ein Auto so komisch Kreisel fahren sehen. Naja, war halt ein Löli gäu. Hab den dann mal in einem Kreisel überholt, der fuhr die Kreisel ja immer ganz rechts aussen....
Nun also weiter Richtung Hojerup. Dort hatte es eine Kirche oder Kapelle oder sowas, aber war mir zu blöd. Schnell Pause, dann weiter Richtung noch südlicher Insel. Bei dem ganzen Geinsel verlilert man schnell mal den Überblick, wo man ist. Und Berge gibts ja keine zur Orientierung.
Ah, hab dann wirklich noch Hügel gesehen und auch bisschen rauf und runter gefahren. Und sogar noch einen Abschnitt mit 8 schönen Kurven. Blöderweise war dort 60, aber hat mich nicht gekümmert. Wenn da schon mal Kurven kommen, muss man die ja auch fahren, gäu.

Mein Navi hat denn irgendwo im Nirgendwo mich dann auf sehr abenteuerliche Strassen geleitet. Viele Landwege. Schon asphaltiert, aber ich war mir nie sicher, ob das nun einen offizielle Strasse sei oder eben doch nur eine Zufahrt zu einem Bauernhof. Und dann hatte ich auch noch meine Offroad-Taufe :-) Wenigstens halb. War eine staubige Kies-Schotter-Strasse, also Strasse schon eher nicht m ehr, halt ein Weg. Dort drüber gerösselt, ging noch ganz gut. Hab dann auch noch den Modus Enduro aktiviert, aber hab irgendwie keinen Unterschied festgestellt. Nun denn. Der Weg wurde dann plötzlich eher waldwegerisch und führte auch durch einen Wald. Dort traf ich einen einsamen Bauer mit Auto und einem Benzinkanister. Weiss jetzt nicht mehr, ob er oder ich mehr verwundert über den Anderen war. Mein Weg wurde zunehmends immer schmaler, bis nur noch 2 10cm breite Pfade da waren. Ich dachte mir so, dass es jetzt dann aber nicht mehr viel schmäler werden dürfte. Und dann: Fertig. Navi zeigte "Du da gehts noch weiter", ich meine aber "Nene du. Dad hats Bäume und so. Und der schmale Wanderweg fahre ich jetzt nicht weiter." Also kehrtrum und wieder zurück, nochmals beim Bauern vorbei, der aber nicht mehr da war, der war wohl gerade am Feuer legen. Die subigen Strasse also wieder zurück, das war ein Spass du :-) Das hat hinten usen gestöibt was es nur kann. Supi.

Dann noch ein paar sonderbare Strassen weiter und irgendwo mal wollte das Navi nach links, aber ich traue einem Sackgasse-Schild irgendwie mehr als dem Navi. Also geradeaus und wieder auf Staubpiste. Juhuu! Und am Ende der Strasse kam ..... Nichts. Nichts als Meer. Cool. Ungewollt einen schönen Strand gefunden. Da ein bisschen auf der Bank gehängt und dem Rauschen des Meeres zugeloset.



Danach noch ein bischen weiter Richtung Westen gefahren. Strasse fertig, also Pause und umkehren. Zurück nach Kopenhagen dann wieder am Schluss Autobahn. Hatte keine Lust, wieder so viel 50er Zone zu fahren.



Freitag, 4. Mai 2018

Anreise 2. Tag

560km
6.5 lt/100km

Total:
1405km
6.4 lt/100km

*LIVE* Ticker

15:00 560km Hotel Kopenhagen

13:45 470km nach der langen Brücke. War das kalt auf der Brücke... irgendwo zeigte mein Navi -2m Applitude. Vielleicht hats darum angefangen rumzuspinnen. Ein Reboot tut immer guut. 125kr für die Brücke. Knapp 20 Stutz. Lange Zeit mit 3 dänischen BMW Töff mitgefahren 😎🏍

12:30 380km irgendwo um Odense. 15° windig frisch. Tankstopp. 92 oder 95 oktan.... wo ist mein 98er? 😯

11:30 260km Dänemark !!! 12° schön bis bewölkt

10:00 100km irgendwo nördlich von Hamburg

08:30 0km Los

Donnerstag, 3. Mai 2018

Anreise 1. Tag

845km
6.3 lt/100km

Morgens um 5 Uhr natürlich schon wach gewesen. Nicht mehr schlafen können. Wer hätts gedacht...

Den Rest noch in die 3 Koffer gepackt, alles aufbinden/einräumen und los.
Erster Stopp nach 5km bei der Tankstelle Chollermühli. Dieser Stopp gehört zu JEDER Tour dazu. 2 Gipfeli hindere drücken, 1 Kafi schletzen. Proviant für die Reise: 3 IceTea, 3 Power-Riegel. Das längt. Natüürli noch den Tank overfillen. Dann längets weiter. Im Fall.

08:30 dann also vom Choller losgefahren.

Brumm Brumm Autobahn Richtung Rheinfelden und dort über die Grenze. Sicher nicht bei Basel im Stau nach Deutschland ...

Dann schon bald mal 120 aufgehoben, also Tempomat bei 155 (ich meine immer GPS, nicht Tacho...) rein und bisseli cruisen.

Also dann irgendwann mal tanken, und ich hatte natürlich gleich wieder Toschlusspanik. Toschusspanik? Egal ... Nächste Tankstelle in 60km, Restmost nochh für 50km. Kein Wunder bei 155 mit einem Verbrauch von über 8lt/100. Der Töff hat auch enorm viel Merhgewicht. zu viel gefressen. Oder halt das Gepäck. Ist sehr hecklastig. Aber die Elektronik gleicht das ja automatisch aus. Guutes Töff.
Darum eben ab der Autobahn drab, und irgendwo Tankstelle gesucht. Navi zeigte eine Tankstelle an, aber bin 3 Mal drumherum geffahren. Konnte dann aber doch noch tanken.
ja
Wieder weiter cruisen. So mal zusammengefasst: Insgesamt 4 Mal getankt. Ja Prost du.

Und wer denkt, Autobahn fahren sei langweilig, der irrt. Im Fall. Ich hatte schon als Kind gerne Strassen. Also. Und die deutschen können auch besser 3 spurige Autobahn fahren. Allerdings haben sie Müde bei 4 spurigen Autobahnen. Da fuhren alle links oder 2. links. Naja.

Ja gut. Ich kürz hier bisschen ab. Bin gerade in einem Nest namens Dorfmark im Hotel/Restaurant Deutsches Haus, ein Bierchen am Schlürfen und tippen.
So langsam hab ich Hunger. Einmal die Speisekarte rauf und runter. Habs mal wieder getroffen mit Hotel. 42€ fürs grosse Zimmer, und Essen kostet auch nix.

So denn. Bilder folgen noch.
Morgen mach ich glaub einen LIVE Ticker :-) Mal schauen....

Tschüssn

Dienstag, 1. Mai 2018

Warum das ?

Die Eishockey Weltmeisteschaften 2017 in Paris waren schon toll. Mit meiner grossen kleinen Schwester Yvonne war ich dort. Und viiiiele andere Schweizer, Tschechen, Finnen, Kanadier auch. Franzosen hatte es auch, aber die kamen alle erst aufs 2. Drittel.
Also liegt ja nichts näher, dass wir im 2018 auch nach Dänemark und Kopenhagen reisen werden.

Und JA !!! Meine erste richtige Töff Tour. Na gut, wenn man von den früheren Vespa-Touren nach Südfrankreich und Sardinien absieht. Ist irgendwie halt doch dasselbe. Die GS ist einfach eine grosse Vespa :-)

Der Töff ist bereit, gerade vom vorgezogenen 20'000 km Service zurück. Danke Motocenter Seetal. Wird schon schief gehen.

Und ja, fast ein Jahrzehnt nach meinem letzten Geblogge gibts meinen Account wirklich noch, also los.

Ich werde hier mehr oder weniger oft schreiben, halt wenn mir danach ist.

Der Plan:

Donnerstag, 3. Mai morgens:
Alles gepackt, auf den Töff, und hobla Schorsch. Hotel in Kopenhagen ins Navi gespeichert, so kann ja nichts schief gehen.
Mal los Richtung deutsche Land. Autobahn. Sonst wirds schweirig, in 2 Tagen die rund 1450 km abzuspulen. Dann so über der Hälfte mal in einem Kaff ein gediegenes Hotel suchen, was Essen, sich ein Bierchen gönnen, mal bisschen Geblogge, und viel schlafen...

Freitag, 4 Mai morgens:
Ei, schon wieder mogens los. Also weiter Richtung Norden über die Landgrenze ins Dänenland.
Gut, man könnte auch die Fähre nehmen, aber nein, wenn ich mich so zurückerinnere .... Wann wars? Sommer 2003? Livorno. OK, zuerst waren wir 1 Tag zu früh, dann die Fähre 10 Stunden zu spät. Und ein Gestresse wars. Und ja, man kann auf dem Dach pennen. Dann aber vielleicht schauen, dass man nicht unter einem Chämi liegt. Ich schweife ab...
Ah, ich bin ja noch gar nicht los gefahren....
Dann also am Schluss noch über die 20km lange Brücke. Grosser Belt oder so? Da war ich schon mal. Mit dem VW Bus im Jahr .... *überleg* ... irgendwas vor 2000. 1997 rum? Der Eine durfte nie fahren :-) Und schweps, schon wieder abgeschweift, ja Gopf.
Abends dann kommt dann mal Yvonne mit dem Flugi an.


Ja, die Spiele der Schweizer schauen wir uns an. Und zwar alle 7 der Vorrunde:

Sa, 5. Mai12:15Österreich
So, 6. Mai20:15Slowakei
Di, 8. Mai20:15Tschechien
Mi, 9. Mai16:15Weissrussland
Sa, 12. Mai20:15Russland
So, 13. Mai20:15Schweden
Di, 15. Mai12:15Frankreich

Und wer jetzt den Spielplan genau angeguckt hat, der merkt, dass es da ein paar Tage keine Schweizer Spiele gibt. Richtig! Töff-Tour. Mal dahin, mal dorthin. Mal schauen.

Dann wenn alles vorbei ist, muss das Gefährt (übrigens eine BMW R 1200 GS gell) ja auch wieder nach Hause. Also dasselbe in grün zurück.

Viel Spass beim Verfolgen meiner Tour :-)

Gruess Wasi